We can stop it… Everywhere!

Erste, kurze Einschätzung der Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Lübeck am 29.3.08
Insgesamt beteiligten sich nach Schätzungen ca. 3000 Menschen an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch, an dem ca. 300 Nazis teilnahmen. Trotz der massiven Polizeiabsperrungen schafften es viele AntifaschistInnen bis an die Route des Naziaufmarsches. Der Aufmarsch konnte zwar nicht blockiert, dennoch aber zumindest so behindert werden, das die Route der Nazis verkürzt wurde. Angesichts eines großen Polizeiaufgebotes, welches äußerst brutal gegen AntifaschistInnen vorging, kann dies –neben vielen anderen Aktionen- als kleiner Erfolg eingestuft werden. In den nächsten Tagen wird es zu den Geschehnissen in Lübeck eine ausführliche Nachbereitung geben. Bis dahin könnt ihr Euch HIER und HIER einen ersten Eindruck verschaffen.

Naziaufmarsch in Lübeck verhindern!

+++Update 27.3.: Infos auf´s Handy HIER+++Update 26.3.: EA-Nummer: 0451-3704805 / Info-Telefon: 0451-7070646 / Inforadio in Lübeck ab 14:00 Uhr auf 98,8 MHZ UKW +++Update 19.3. (1): Treffpunkt für die Anreise am 28.3. aus HH: 10:45 Uhr am Reisezentrum HBF +++Update 19.3.(2): Wg. Nazi-Aktivitäten findet am Sa., den 21.3., um 9 Uhr eine Antifa-Demo statt. Auftakt: HBF Lübeck+++Update 18.3.: Übersichtskarte mit Nazi-Route online (siehe unten)+++Update 17.3.:Nazi-Demo ab Steinrader Weg (Hintereingang HBF) in Richtung Musikerviertel (Stadtteil St. Lorenz Nord)+++

Am 28.3.2009 wollen Nazis zum vierten Mal einen sogenannten „Trauermarsch“ zum Jahrestag der Bombardierung Lübecks im 2. Weltkrieg durchführen – den mittlerweile größten regelmäßig stattfindenden Naziaufmarsch Norddeutschlands!

Ähnlich wie in Dresden, versuchen auch in Lübeck Nazis in gewohnter revisionistischer Manier, die Geschichte umzuschreiben.
Mit der zynischen Wortwahl, die Bombardierung Lübecks als „Bombenholocaust“ zu bezeichnen, verdrehen sie dabei bewusst die Rollen von Tätern und Opfern.
In der Realität zielten die Bombardierungen deutscher Städte darauf ab, den von Deutschland begonnenen Angriffs- und Vernichtungskrieg durch die Zerstörung der Infrastruktur und der Demoralisierung der Bevölkerung schnellstmöglich zu beenden.
Nicht nur unter Nazis wird meist verschwiegen, dass unter anderem auch die Luftangriffe notwendig waren, um Deutschland die militärische Niederlage zu bereiten, deren Resultat die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrationslagern und aller anderen Opfer des Nationalsozialismus war!
Nachdem 2006 und 2007 durch den Widerstand tausender AntifaschistInnen verhindert werden konnte, dass die Nazis auf ihrer angemeldeten Route durch die Lübecker Innenstadt marschieren konnten, mussten sie sich auch im letzten Jahr mit einem Aufmarsch außerhalb der Lübecker Innenstadt begnügen.
Dieses Jahr wollen es die Nazis um den Lübecker NPD-Vorsitzenden Jörn Lemke nun wieder wissen: Wenn es nach ihren Wünschen geht, soll die Route des „Trauermarsches“ dieses Jahr durch die Lübecker Innenstadt führen.
Sehr fraglich ob ihnen das auch nur im Ansatz möglich sein wird…
Aber entscheidend für uns ist:
Egal, wo die Route letztlich verläuft, unser Ziel wird es sein, den Naziaufmarsch zu verhindern!
Eine starke Gegenwehr ist dringender denn je:
Der zurzeit größte regelmäßig stattfindende Naziaufmarsch in Norddeutschland erfreute sich in den letzten Jahren einer steigenden Teilnehmerzahl. Hunderte Nazis reisen nicht nur aus Schleswig-Holstein, sondern auch aus weiten Teilen Deutschlands an!
Wie wichtig die Etablierung solcher Großereignisse für die Nazis ist, bzw. die Schwierigkeiten deren Eindämmung, führt uns der Naziaufmarsch in Dresden jährlich vor Augen.
Daher müssen wir AntifaschistInnen besonders in Lübeck alles daran setzen, die weitere Ritualisierung dieses Spuks zu unterbinden!

Beteiligt euch am 28.3.09 an den Antifaschistischen Gegenaktivitäten in Lübeck!

Hierzu wird am Donnerstag, den 19.3.2009, in der ROTEN FLORA um 19:00 Uhr eine Infoveranstaltung mit ReferentInnen aus Lübeck und Hamburg stattfinden.

Aktuelle Infos gibt es auf dieser Seite oder HIER

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